Weinlexikon

Alkohol

Alkohol entsteht bei der alkoholischen Gärung durch die Umwandlung des Traubenzuckers mittels Hefen.

Anbaugebiete, Deutschland

In Deutschland gibt es 13 Wein- Anbaugebiete: Ahr, Baden, Franken, Hessische Bergstraße, Mittelrhein, Mosel, Nahe, Pfalz, Rheingau, Rheinhessen, Saale- Unstrut, Sachsen und Württemberg. Neben eleganten Weißweinen werden auch herrliche Rotweine im Anbaugebiet Pfalz geboten. Alle Anbaugebiete haben ihre eigenen Traditionen und bieten hervorragende Spitzenweine.

Auslese

Die Auslese wird aus Vollreifen und edelfaulen Trauben erzeugt. Die Vollreifen Trauben müssen ein Mostgewicht von 100 Grad Oechsle, bei Riesling 95 Grad Oechsle, aufweisen. Eine Auslese kann lange in der Flasche gelagert werden. Der Geschmack nimmt jedem Reifungsjahr zu.

Apfelsäure

Apfelsäure gehört zu den drei wichtigsten Säuren, neben Weinsäure und Zitronensäure, im Wein. Sie verleiht dem Wein Kanten und schmeckt eher aggressiv. Im Rotwein wird die Apfelsäure in die mildere Milchsäure umgewandelt.

Barrique- Ausbau

Bei der Gärung und Reifung im Barriquefass kommt der Wein mit dem Eichenholz in Kontakt. Das Holz prägt Aroma, Qualität, Tannin Gehalt und Farbe des Weins. Wenn kein Holzfass verwendet wird, können dem Wein auch Eichenholzchips zugesetzt werden um ein Barrique- Aroma zu erreichen.

Barrique- Fass

Kleines Eichenholzfass mit ca. 225 Liter Inhalt. Speziell entwickelt für Bordeaux- Wein, heute in aller Welt verbreitet.

Beerenauslese

Die Beerenauslese weist je nach Anbaugebiet ein Mostgewicht von 110- 128 Grad Oechsle auf. Durch den hohen Restzucker ist der Alkoholgehalt meist unter 10 Vol. %. Eine Beerenauslese wird nur aus edelfaulen, vom Schimmelpilz (Botrytis cinerec) befallenen Beeren gewonnen. Die Beeren müssen nicht so stark eingetrocknet sein wie bei einer Trockenbeerenauslese.

Champagner

Schaumwein der ausschließlich aus dem Anbaugebiert Champagne/ Frankreich kommt. Champagner wird traditionell nach der Methode der Flaschengärung hergestellt.

Cuvee

Der Cuvee ist ein Verschnittwein aus verschiedenen Rebsorten.
Der Cuvee kann durch gemeinsames keltern verschiedener Rebsorten und auch vergären produziert werden. Eine weitere Variante ein Cuvee herzustellen ist das gemeinsame Abfüllen verschiedener Rebsorten oder Lagen.

Eiweiß

Eiweiß wir zu Klärung bzw. Schönung eingesetzt, vor allem bei Rotweinen. Das Eiweiß bindet die harten, bitteren Tannine im Rotwein.

Eiswein

Der Eiswein ist ein hochwertiger, recht dickflüssiger, natursüsser Wein. Die Trauben werden bei mindestens -7° Celsius im gefrorenen Zustand geerntet und sofort gepresst. Ein Eiswein kann zum Teil ein Mostgewicht von 250 Grad Oechsle aufweisen.

Esca

lateinisch: Zunder
Ist eine komplexe Erkrankung des Weinstocks, es kann zum Absterben des Weinstocks führen. Es gibt zwei Verlaufsformen (akut und chronisch).

Essigsäure

Die Essigsäure kommt in kleine Mengen als flüchtige Säure vor. Sie ist größeren Mengen unerwünscht, da Essigsäure als störender Lack- oder Terpentingeruch wahrgenommen wird.

Federweißer

Federweißer ist gepresster Traubenmost, bei dem die Gärung erst begonnen hat. Der Alkoholgehalt muss mindestens 4 Vol. % sein.

Filtration

Ist die Entfernung von Trubstoffen (abgestorbene Hefe, Schalenreste) und kleinen Partikeln aus dem Wein. Durch die Filtration wird der Wein auf die Stabilisierung und Klärung im Fass bzw. Stahltank vorbereitet.

Geruch

Der Duft eines Weines hängt von verschiedenen Faktoren ab, es werden unterschiedliche Düfte wahrgenommen. Wie zum Beispiel Lakritze und Holz, Früchte und Blumen oder Geräuchertes.

Geschmack

In Deutschland werden vier Geschmacksrichtungen bei unterschieden:
• Trocken: Restzucker bis 9 g/l
• Halbtrocken: Restzucker bis 18 g/l
• Lieblich: Restzucker bis 45 g/l
• Süß: Restzucker über 45 g/l

Hefe

Hefepilze sind einzellige Mikroorganismen. Sie wandeln, während der alkoholischen Gärung, Zucker in Alkohol um.

Kabinett

Ein Kabinettwein muss ein Mostgewicht zwischen 70- 80 Grad Oechsle aufweisen. Der Geschmack von Kabinett kann von trocken bis restsüß reichen.

Kelter

Eine Presse zum Auspressen der Weintrauben, damit der Saft auslaufen kann.

Kieselgur

Weißliches Pulver aus fossilen Algen. Kieselgur wird zur Filtration von Wein benutzt.

Klon

Ein Abkömmling der die gleichen Erbinformationen wie das Original aufweist. Die Vermehrung erfolgt vegetativ auf drei Arten: 1) Steckling, 2) Absenker, 3) Aufpfropfen.

Landwein

Landwein ist die zweitniedrigste Qualitätsstufe nach dem Tafelwein und vor den QbA- Weinen. Der Wein darf nur aus Trauben aus der Region produziert werden. Der Landwein muss beim Mostgewicht mindestens 3 Grad Oechsle höher sein wie der Tafelwein.

Maische

Maische ist das Gemisch aus Fruchtfleisch, Schale, Kernen im Traubenmost.

Maischegärung

Diese Methode wird bei der Rotweinbereitung benötigt. Saft, Schale und Kerne werden, in einem offenem Holzbottich oder Edelstahltank, gemeinsam vergoren. Die in den Schalen enthaltenen Tannine und Farbstoffe werden extrahiert und gehen in den Wein über.

Milchsäure

Die Milchsäure entsteht durch die Aktivierung der Hefe während der alkoholischen Gärung. Sie kommt in der Traube bzw. Most nicht vor.

Most

Saft aus gepressten, gequetschten Trauben welche noch unvergoren oder angegoren sind.

Mostgewicht

Das Mostgewicht ist eine Bezeichnung für den gelösten Zuckergehalt, in einer Traube bzw. Traubenmost. Die Maßeinheit des Mostgewichts ist „ Grad Oechsle“. Das Messen des Mostgewichts ist ein wichtiger Indikator zur Festlegung des Lesezeitpunkts.

Oidium/ Echter Mehltau

Oidium zählt neben Reblaus und Peronospora zu den Hauptkrankheiten im Weinbau. Die Pilzkrankheit befällt Blätter, junge Beeren und Triebspitzen.

Perlwein

Zwischenstufe zwischen Stillwein und Schaumwein. Der Mindestalkoholgehalt des verwendeten Weins sollte 8,5 vol% aufweisen, der Kohlensäureüberdruck darf nicht mehr als 2,5 bar betragen.

Peronospora/Falscher Mehltau

Pflanzenkrankheit der Weinrebe. Peronospora tritt an Blättern, Blüte und Trauben auf. Die Pilzkrankheit kann zu erheblichen Schäden bis hin zum Totalausfall führen.

Qualitätswein eines bestimmten Anbaugebietes QbA

Der QbA- Wein muss aus einer zugelassenen Weinregion kommen. Je nach Rebsorte und Weinanbaugebiet muss ein Mostgewicht zwischen 60- 68 Grad Oechsle aufgewiesen werden.

Restzucker

Bezeichnet die Menge, Angaben erfolgen in Gramm/ Liter, an Zucker im Wein nach der Gärung. Die Restzuckermengen der einzelnen Geschmacksangaben (trocken, halbtrocken, lieblich, süß) sind weingesetzlich geregelt.

Sekt

Bezeichnung für deutschen Schaumwein. Ist dem Champagner ähnlich, jedoch außerhalb der Champagne (Frankreich) produziert. Sekt unterliegt strengen Vorgaben, was Zucker-, Alkoholgehalt und Flaschengärung betrifft.

Schaumwein

Sammelbegriff für alle Weine in denen Kohlensäure vorhanden ist, wie Champagner, Sekt, Crèmant oder Cava. Der Überdruck durch das gelöste Kohlestoffdioxid muss mindestens 3 bar haben.

Spätlese

Die Spätlese muss ein Mostgewicht von 90 Grad Oechsle und bei Riesling 85 Grad Oechsle aufweisen. Eine Spätlese liegt zwischen dem Prädikat Kabinett und dem der Auslese. Sie wird zunehmend „trocken“ ausgebaut, fehlt jedoch diese Zusatzangabe, hat man eher eine „süße“ Spätlese vor sich.

Süßung Süßreserve

Ist die Zugabe von speziellem Traubenmost nach der Gärung, es dient der Erhöhung des Restzuckergehalts.

Tafelwein

Der Tafelwein muss aus zugelassenen Rebsorten gekeltert werden. Der Alkoholgehalt muss mindestens 5 Vol. % und nach einer möglichen Anreicherung ein Mindestalkoholgehalt von 8,5 Vol. % aufweisen. Ein Tafelwein darf keine Orts- oder Gemeindenamen, keine Lagenname und keine Namen eines bestimmten Anbaugebiets tragen.

Tannine

Tannine sind Gerbstoffe welche in den festen Bestandteilen der Traube (Stile, Kerne, Beerenhaut) vorkommen. Aber auch aus dem Holz durch Holzfasslagerung. Die Tannine beeinflussen insbesondere beim Rotwein di e Struktur des Weins.

Trockenbeerenauslese TBA

Die Trockenbeerenauslese ist mit einem Alkoholgehalt von oft nur 5-8 Vol. % eher alkoholarm, dafür hat sie viel Traubenzucker und eine ausgezeichnete Säure. TBA- Weine werden ausschließlich aus rosinenartigen eingetrockneten Beeren, welche von Edelfäule befallen sind, gewonnen. Das Lesegut muss mindestens ein Mostgewicht von 150 Grad Oechsle aufweisen.

Unterlagsrebe

Ist die Unterlage eines Rebstocks, auf den bei der Veredelung der Klon aufgepfropft wird. Auf Grund ihrer Reblaus Resistenz werden heute Abkömmlinge der amerikanischen Reben verwendet.

Weinsäure

Die Weinsäure ist weich und schmeckt angenehm, daher ist sie erwünscht und besonders hochwertig. Die Weinsäure und die Apfelsäure sind die Hauptsäuren im Wein und machen rund 90 Prozent der Gesamtsäuren aus.

Weinstein

Der Weinstein ist eine Auskristallisierung der Weinsäure und setzt im Boden der Flasche ab. Die Ablagerung ist vollkommen natürlich, die Qualität des Weins ins in keiner Weise geschmälert.

Zitronensäure

Die Zitronensäure ist in Weinbeeren in geringer Menge vorhanden. Bei der Gärung wird sie meist metabolisiert und ist am Ende der Gärung nicht mehr vorhanden.